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Dösels Slang

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ger. Dösels Slang; engl. Dimwell slang

Allgemeines

Dösels Slang ist ein spezieller arhythmisch reimender Slang der im Stadtteil Düstergut gesprochen wird.

Verschiedene reimende Slangarten sind bekannt und haben dem Universum Begriffe geschenkt wie zum Beispiel superduper (erstklassig), klar wie Kloßbrühe (etwas, das sich von selbst versteht) und Zunge im Zaum (kleiner Zwischenfall beim Küssen eines Pferdes).

Dösels reimender Straßenslang dürfte einzigartig sein, da er sich nicht reimt. Niemand kennt den Grund dafür, aber bisherige Theorien gehen davon aus, dass er

  • sehr komplex ist und auf verborgenen Regeln basiert,
  • Dösel seinen Namen zu Recht trägt oder
  • frei erfunden wurde, um Fremde zu ärgern.

Man hält letzteres für am wahrscheinlichsten, da dies bei den meisten Slangarten der Fall ist.

Tolliver Grütze spricht gelegentlich Dösels Slang.

Übersetzung

Im englischen Original wird dieser Slang dem Stadtviertel Dimwell (deut. Düstergut) nachgesagt. Er müsste somit eigentlich Düstergut-Slang heißen.

Anspielungen

Dösels Slang spielt auf Cockney an, dem Slang der Arbeiterklasse in London. Dieser hat neben ein paar Abweichungen zum gewöhnlichen britischem Englisch bei der Aussprache, wie Lautverschiebungen oder Auslassungen mancher Buchstaben, als Besonderheit den sogenannte Cockney Rhyming Slang. Dabei werden verschiedene einzelne Wörter durch Begriffspaare oder mehrteilige Ausdrücke ersetzt, wobei sich der letzte Teil auf den ursprünglichen Begriff reimt. In den meisten Fällen wird danach auch noch der Ausdruck um den reimenden Teil verkürzt. Beispielsweise reimt sich time ( engl. für Zeit) auf lemon and lime (engl. Zitrone und Limette), was zu lemon verkürzt wird. Ein anderes Beispiel ist mouth (engl. Mund) was sich auf north and south (engl. Norden/nördlich und Süden/südlich) reimt und zu north verkürzt wird. Im Laufe der Zeit ersetzen neue Begriffe auch ältere, so dass der Slang auch immer im Wandel bleibt. Insgesamt wird dadurch eine Unterhaltung für Außenstehende kaum verständlich. Dies ist auch ein Grund, warum der Cockney rhyming slang auch als Gaunersprache verwendet wurde. Der Dösels Slang scheint ähnlich zu funktionieren mit der Ausnahme, dass sich das Wortpaar nicht mehr auf das ursprünglichen Wort reimt und so keinerlei Zusammenhang mehr mit dem ursprünglichen Begriff zu konstruieren ist. Dies kann man - besonders bei der Verwendung als Gaunersprache - als besonders clever oder besonders dämlich bewerten.

Bücher, in denen Dösels Slang erwähnt wird